Meine Daten und meinVZ?!

Wieso ist die Domain “meine-daten-gehoeren-mir.de” von “studiVZ Ltd.” registriert und verweist auf “www.meinvz.net”?!

Datenleck beim StudiVZ?!

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2 Antworten auf Meine Daten und meinVZ?!

  1. Sven sagt:

    Ironie des Lebens mein guter. :)

  2. Sven sagt:

    Es hat etwas gedauert aber was wir eigentlich lernen sollten – und was die tagline meine-daten-gehoeren-mir – uns sagen sollte ist, wir brauchen “WaveBook”!

    In den letzten 10 Jahren wurde es moeglich Instant Messaging aus den zentralisierten Haenden von Mirabillis/AOL, Microsoft, Yahoo und Co mittels XMPP in ein dezentralisiertes Model zu ueberfuehren (u.a. mit Uebergangsloesungen wie Protokoll Providern auf Jabber Servern und Multiprotokoll Clients). E-Mail war schon immer dezentral nur irgendwelche “Soziale” Netzwerke bauen ihr Geschaeftsmodell wieder einmal zentralisiert auf.

    OpenID als authentication provider gibt es schon, Google versucht mit Wave ein XMPP basiertes Protokoll zur Aggregation von Datenstroemen aus verschiedenen Quellen zu spezifizieren und zeigt mit Buzz gleich als Zwischenschritt das man externe Datenstroeme ueber entsprechende Import/Export Schnittstellen einbinden kann.

    Damit waeren die Einzelteile ja schon fast zusammen. Fehlen nur noch freie Implementierung der Software und die Loesung des Problems mit der Durchsetzung am Markt. Wuerden sich Facebook, LinkedIn, X-ing und Co. gegen einen offenen Standard zum Datenausstausch wehren? Vielleicht.

    Zumindst Facebook ist mitlerweile ja mehr zum Betreiber einer technischen Plattform geworden als das sie ein abgegrenztes Produkt zur verfuegung stellen (IMO einer der Gruende warum wenig innovative Abkupferer wie die Leute aus Berlin binnen weniger Jahre [2?] final in der Bedeutungslosigkeit verschwinden werden). Damit bauen die eigenen Erloesstroeme immer mehr auch auf die Umsatzstaerke von dritten (amazon Partner Shops anyone?) was aus meiner Sicht dann auch immer weniger Gruende fuer einen Widerstand gegen ein dezentrales Modell bietet.

    Ein, zwei grosse Probleme bleiben aber noch:
    a) Bei einer Dezentralisierung muss jeder Anbieter selber fuer die Sicherheit der bei ihm hinterlegten Userdaten, Backups etc. pp. sorgen. Hardware kostet immer noch Geld und ist u.a. wohl auch der zentrale Grund warum Facebook bei derzeitigem Wachstum nicht profitabel sein kann (allein 6 neue Server mit jeweils 10TB Speicherplatz pro Woche nur fuer neue Bilder …).

    b) Weiter bleibt problematisch das jeder Kommunikationsvorgang zwischen dezentralen Einheiten die Moeglichkeit bietet (und aus Effiziensgruenden ist dies vermutlich sogar hilfreich) Daten zu Cachen. Im Hinblick darauf das Daten die neueste Pseudowaehrung sind (inflationaere Effekte bei grosszuegiger Herrausgabe mit eingeschlossen) stellt sich die Frage ob man gegenueber zentralistischen Ansaetzen so eigentlich irgendwas gewinnen kann?

    Letzteres wirft auch rein pragmatisch die Frage auf “Wohin verschwinden meine vaporisierten Freunde wenn die Plattform auf der sie gesammelt sind verschwindet?” – weil klar duerfte sein das in dem Umfeld in den naechsten 2-5 Jahren ein harter Konsolidierungsprozess bevorstehen wird.

    Oh und damit sind wir zurueck bei “meine-daten-gehoeren-mir” und dem asiatischen TeleDirektvermarkter der nach der Pleite die Restbrocken kauft. ;)

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